Mitteilung Aura Zentrum

HBM @, Monday, 28. November 2016, 18:24 (vor 1886 Tagen) @ Paul

AURA Newsletter
07/2016
26.11.2016

Liebe AURA-Freunde

vor mehr als zwei Wochen haben wir den Landesblindenverbänden Nordrhein, Westfalen, Lippe, Niedersachsen, Bremen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland die aktuelle wirtschaftliche und finanzielle Situation im AURA Bad Meinberg ausführlich dargestellt. Wie allen unseren Gästen bekannt ist, haben wir in den Jahren 2015 und 2016 eine Reihe von Schicksalsschlägen erlitten. Einerseits haben uns fünf Dauerbewohner innerhalb von neun Monaten für immer verlassen. Die laufenden Einnahmen fehlen uns. Andererseits hat uns der Zustand des Gebäudes immer wieder zugesetzt, so dass wir in 2016 immense Kosten für die Instandhaltung aufbringen mussten.
Die Geschäftsleitung hat in Windeseile reagiert und vorläufige Insolvenz wegen drohender Zahlungsunfähigkeit angemeldet, damit wir uns die Chance wahren, das Haus weiterhin für unsere Gäste am Leben zu erhalten. Es geistern unterschiedliche Äußerungen in den sozialen Medien herum, die uns zeigen, dass dieser Prozess nicht vielen Menschen bekannt ist. Wir sind zwischenzeitlich nicht mehr erstaunt darüber, dass es Fachleute gibt, die unsere Situation besser kennen als wir selbst. Tatsache ist, dass wir uns auf ein vielseitiges Programm unserer Weihnachts-Silvester-Veranstaltung in harmonischer Atmosphäre freuen. Die Durchführung ist garantiert! Aufgrund von gesundheitsbedingten Absagen mehrerer unserer Stammgäste, denen wir von Herzen eine schnelle Genesung wünschen, haben wir noch Platz für Nachrücker. Wenden Sie sich bitte kurzfristig an unsere Rezeption unter der Telefon-Nummer 05234-9040, die Ihnen den jeweils aktuellen Stand der Buchungen mitteilen wird.
Ungeachtet unserer Situation haben wir die Planungen für das Jahr 2017 unvermindert fortgesetzt und gehen davon aus, dass wir auch im kommenden Jahr die zuletzt so erfolgreichen und beliebten Kurse anbieten und die Gruppenveranstaltungen durchführen können. Voraussetzung dafür ist, dass das nach unserer Kenntnis einzige zu 100% privatfinanzierte Haus Unterstützung von den Landesverbänden bekommt, die ihrerseits keine Unterhaltsverpflichtungen mehr für die Erhaltung einer Erholungseinrichtung tragen müssen und daher finanziell besser gestellt sind als die Verbände, die Jahr für Jahr Zuschüsse für ihre Häuser leisten, die auch den Mitgliedern anderer Landesverbände zur Verfügung stehen.
Die Verbände vertreten Ihre Interessen. Daher gehen wir davon aus, dass sie uns nicht im Stich lassen werden, zumal nur noch zwei Häuser dieser Größe in Deutschland existieren. Die Höhe der finanziellen Unterstützung hält sich – auf die Anzahl der Verbände verteilt – in überschaubaren Größen. Selbstverständlich bringt uns jede Spende eine Chance zur Fortsetzung des Betriebes. Nur dann haben wir die Möglichkeit, weiterhin zielgerichtet an der Kostendeckung des laufenden Betriebs zu arbeiten, was uns in 2015 nach Bestätigung des vorläufigen Insolvenzverwalters gut gelungen ist, und perspektivisch einen Interessenten als Investor für eine soziale Einrichtung gewinnen können, der uns dauerhaft die Existenz sichert.


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