Aura-Zentrum steht vor dem Aus

HBM, Thursday, 02. February 2017, 11:40 (vor 1820 Tagen) @ LZ

Leider gibt es keine Hoffnung mehr und das Wunder bleibt auch aus. Es ist sehr Schade, dass die Verbänder gar nicht reagiert haben. Gerade die früheren Eigentümer haben das Gebäude runter kommen lassem, dass es wohl jetzt doch abgerissen wird.

Dazu den Artikel in der LZ vom 2. Februar 2017:

Aura-Zentrum für Sehbehinderte schließt Ende Februar

Horn-Bad Meinberg. Am 28. Februar ist Schluss. Dann werden sich nach jetzigem Stand die Türen des Aura-Zentrums am Oberförster-Feige-Weg 1 voraussichtlich für immer schließen. Bis dahin halten vor allem Ehrenamtliche die Tagungen am Laufen.

„Ich bin mir sicher, dass kein Investor mehr gefunden wird. Wahrscheinlich wird sogar alles abgerissen", ist sich Thomas Malmberg, Diplomkaufmann und Geschäftsführer der „AURA inklusive gGmbH", sicher.

Rückblickend seien es auch die notwendigen Aufzugsreparaturen gewesen, die der gemeinnützigen Gesellschaft das Genick gebrochen hätten, erläutert Malmberg. Aber auch die Umlegung der Sanierungskosten des Oberförster Weges hätten sie nicht stemmen können. „Aus diesem Grund hatten wir am 31. Oktober die vorläufige Insolvenz angemeldet, die Anfang dieses Monats bestätigt wurde", erzählt Hotelleiter Matthias Kottenstedte.

Mit der Insolvenz kam aber auch die Überlegung, wie nun die letzten Wochen noch gestaltet werden könnten. Ein großer Knackpunkt: Das Seminar der Bundesweiten Bürofachgruppe des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands, das vom 25. bis zum 29. Januar stattfand. Im Vorfeld überlegten sich die Verantwortlichen, ob sie diese Veranstaltung überhaupt stemmen können. „Aufgrund von einigen Freistellungen während der Insolvenz, stand das Ganze auf der Kippe", so der Geschäftsführer.

Vor allem der Restaurantbetrieb hätte nicht mehr aufrechterhalten werden können. In letzter Sekunde konnte Malmberg acht Ehrenamtliche engagieren, die an den vier Tagen vor allem im Gastronomiebereich halfen. Bei knapp 60 Teilnehmern gab es dort eine Menge zu tun. „Neben der Hilfestellung am Buffet, war es auch notwendig, die Gäste mit den Speisen und Getränken zu den Tischen zu begleiten", ist Malmberg über die Unterstützung gerührt.

Zwar seien auch in der Vergangenheit schon häufiger Ehrenamtliche bei Veranstaltungen anwesend, dieses Mal aber zwingend notwendig gewesen. „Für uns ist es etwas ganz Großes, dass wir nicht alleine gelassen werden", erläutert Kottenstedte. Und auch Renate Beetschen freut sich. Sie ist eine der Ehrenamtlichen, die den Gästen im Restaurant behilflich ist. „Es erfreut mich einfach, weil ich Menschen etwas geben kann", erzählt sie: „Wenn ich Menschen mit Handicaps zum Lachen bringen kann, ist es für mich das Größte."

Für Malmberg und Kottenstedte ist es genau diese Einstellung, die ihnen die Hoffnung gibt, dass auch die die letzte Veranstaltung Anfang Februar von der Lebenshilfe Detmold genauso reibungslos über die Bühne gehen wird. Und dann wird es aller Voraussicht drei Wochen später heißen: „Betrieb geschlossen."


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